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Schulungstermine 2021
Lenk- und Ruhezeiten Fahrpersonal

Lenk- und Ruhe­zei­ten für das Fahr­per­so­nal

Wofür gibt es Lenk- und Ruhe­zei­ten?


Die Lenk- und Ruhe­zei­ten re­geln eu­ropa­weit in der EU-Ver­ord­nung 561/2006 wie lan­ge ein Kraft­fah­rer, des­sen Fahr­zeug von die­ser Ver­ord­nung er­fasst wird, ein Fahr­zeug len­ken darf und wel­che Pau­sen ein­ge­hal­ten wer­den müs­sen.

Die­se ge­setz­liche Re­ge­lung dient:

  • dem Schutz für das Fahrpersonal

  • dem Schutz anderer Verkehrsteilnehmer

  • und zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen


Än­de­rung vom 15.07.2020, ver­öf­fent­licht am 31. Ju­li 2020

Zur Än­de­rung der VO (EG) Nr. 561/2006 hin­sicht­lich der Min­dest­an­for­de­run­gen an die maxi­ma­len täg­lich­en und wö­chent­lich­en Lenk­zei­ten, Min­dest­fahrt­un­ter­brech­un­gen so­wie täg­lich­en und wö­chent­lich­en Ru­he­zei­ten, und der VO (EU) Nr. 165/2014 hin­sicht­lich der Po­si­tions­be­stim­mung mit­tels Fahr­ten­schrei­bern.

Ver­ord­nung (EU) 2020/1054

Tageslenkzeiten


Die tägliche Lenkzeit ist die summierte Gesamtlenkzeit zwischen zwei Ruhezeiten.


  • Regelmäßig 9 Stunden

  • Maximal 10 Stunden (2 x pro Woche)

  • Nicht an Kalendertage gebunden

Woche, Zeitfenster


Woche = Zeitraum von Montag 00.00 Uhr bis Sonntag 24.00 Uhr.


Woche: Maximale Lenkzeit?

  • 56 Stunden

Doppelwoche: Maximale Lenkzeit?

  • 90 Stunden

Fahrtunterbrechungen


Je­der Zeit­raum, in dem der Fah­rer kei­ne Fahrer­tätig­keit aus­üben und kei­ne an­de­ren Tä­tig­kei­ten durch­füh­ren darf und der aus­schließ­lich zur Er­ho­lung ge­nutzt wird.


  • Nach maximal 4,5 Std. Lenkzeit mind. 45 Minuten

  • Auf­teil­bar in 15 + 30 Mi­nu­ten; die Reihen­fol­ge ist ver­bind­lich!

Mehrfahrerbetrieb

Option (Möglich seit dem 20.08.2020)

Fahrt­un­ter­brech­ungen von 45 Mi­nu­ten sind mög­lich, so­fern der Fah­rer, der die Fahrt­un­ter­brech­ung ein­legt, den das Fahr­zeug len­ken­den Fah­rer da­bei nicht un­ter­stützt.

Linienverkehr · Li­nien­län­ge bis zu 50 Ki­lo­me­ter, ge­mäß FPerV

Be­trägt der durch­schnitt­lich­e Hal­te­stel­len­ab­stand mehr als drei Ki­lo­me­ter, so ist nach ei­ner Lenk­zeit von vier­ein­halb Stun­den eine Fahrt­un­ter­brech­ung von min­des­tens 30 zu­sam­men­hän­gen­den Mi­nu­ten ein­zu­le­gen. Die­se Fahrt­un­ter­brech­ung kann durch zwei Teil­un­ter­brech­un­gen von je­weils min­des­tens 20 zu­sam­men­hän­gen­den Mi­nu­ten oder drei Teil­un­ter­brech­un­gen von je­weils min­des­tens 15 Mi­nu­ten er­setzt wer­den. Die Teil­un­ter­brech­un­gen müs­sen in­ner­halb der Lenk­zeit von höchs­tens vier­ein­halb Stun­den oder teils in­ner­halb die­ser Zeit und teils un­mit­tel­bar da­nach lie­gen.

Be­trägt der durch­schnitt­liche Hal­te­stel­len­ab­stand nicht mehr als drei Ki­lo­me­ter, sind als Fahrt­un­ter­brech­un­gen auch Ar­beits­un­ter­brech­un­gen aus­reich­end, so­weit die­se nach den Dienst- und Fahr­plä­nen in der Ar­beits­schicht ent­hal­ten sind (z. B. Wen­de­zei­ten). Vor­aus­set­zung hier­für ist, dass die Gesamt­dau­er der Ar­beits­un­ter­brech­un­gen min­des­tens ein Sechs­tel der vor­ge­se­he­nen Lenk­zeit be­trägt. Nach ei­ner un­un­ter­broch­enen Lenk­zeit von vier­ein­halb Stun­den ist eine Fahrt­un­ter­brech­ung von min­des­tens 45 Mi­nu­ten er­for­der­lich. Ar­beits­un­ter­brech­un­gen un­ter zehn Mi­nu­ten wer­den bei der Be­rech­nung der Ge­samt­dau­er nicht be­rück­sich­tigt.

Durch Tarif­ver­trag kann ver­ein­bart wer­den, dass Ar­beits­un­ter­brech­un­gen von min­des­tens acht Mi­nu­ten be­rück­sich­tigt wer­den kön­nen, wenn ein Aus­gleich vor­ge­se­hen ist, der die aus­reich­en­de Er­ho­lung des Fah­rers er­war­ten lässt. Für Fah­rer, die nicht in ei­nem Ar­beits­ver­hält­nis ste­hen, kann die nach Landes­recht zu­stän­di­ge Be­hör­de ent­sprech­en­de Ab­weich­un­gen be­wil­li­gen.

Reduzierte tägliche Ruhezeiten


Eine Ruhepause von mindestens 9 Stunden.


Reduzierung, wie?

  • Höchstens 3-Mal zwisch­en zwei wöchent­lich­en Ruhe­zei­ten

  • Kein Aus­gleich er­for­der­lich

Regelmäßige tägliche Ruhezeiten


Eine Ruhepause von mindestens 11 Stunden.


Ist wann und in welchem Zeit­fens­ter zu neh­men?

  • Nach je­der täg­lich­en Lenk- bzw. Ar­beits­zeit

  • Muss voll­stän­dig inner­halb von 24 Stun­den nach dem En­de der letzten Ruhe­zeit ge­nom­men wor­den sein


Die regel­mä­ßi­ge täg­lich­e Ruhe­zeit kann auch in zwei Tei­len ge­nom­men wer­den.


Bedingungen?

  • 1. Teil mindestens 3 Stunden

  • 2. Teil mindestens 9 Stunden

  • Die Reihenfolge ist verbindlich!

Tägliche Ruhezeiten im Mehrfahrerbetrieb


Muss voll­stän­dig in­ner­halb von 30 Stun­den nach dem En­de ei­ner täg­lich­en oder wöchent­lich­en Ruhe­zeit ge­nom­men wor­den sein.


Was ist zu beachten?

  • Bei­de Fahrer­kar­ten sind ge­steckt

  • Für jeden Fah­rer min­des­tens 9 zu­sam­men­hän­gen­de Stun­den

  • Bei­de Fah­rer sind mit Aus­nahme der ers­ten Stun­de bis zum En­de der Tour an­we­send

Wöchentliche Ruhezeiten


Der wö­chent­liche Zeit­raum, in dem ein Fah­rer frei über sei­ne Zeit ver­fü­gen kann.


Reduzierte wöchentliche Ruhezeit?

  • mindestens 24 zusammenhängende Stunden

Regelmäßige wöchentliche Ruhezeit?

  • mindestens 45 zusammenhängende Stunden

  • Darf nicht im Fahrzeug verbracht werden!


a) Eine wö­chent­liche Ruhe­zeit, die in zwei Woch­en fällt, kann für ei­ne der bei­den Woch­en ge­zählt wer­den, nicht aber für bei­de.

b) Eine wö­chent­liche Ruhe­zeit be­ginnt i. d. R. spä­tes­tens am Ende von sechs 24-Stunden-Zeiträumen nach dem En­de der vor­an­ge­gan­gen­en wö­chent­lich­en Ruhe­zeit.

c) In zwei je­weils auf­ein­an­der fol­gen­den Woch­en hat der Fah­rer nor­ma­ler­wei­se fol­gen­de Ruhe­zei­ten ein­zu­hal­ten:


  • zwei regelmäßige wöchentliche Ruhezeiten, oder

  • eine regelmäßige wöchentliche Ruhezeit und eine reduzierte wöchentliche Ruhezeit von mindestens 24 Stunden.

Ausnahme LKW (Gültig seit dem 20.08.2020)

  • Grenz­über­schrei­ten­der Gü­ter­kraft­ver­kehr

Sonder­re­ge­lung für den grenz­über­schrei­ten­den Gü­ter­kraft­ver­kehr

Zwei re­du­zier­te wö­chent­lich­e Ruhe­zei­ten hin­ter­ein­an­der sind mög­lich, so­fern der Fah­rer in vier je­weils auf­ein­an­der­fol­gen­den Woch­en min­des­tens vier wö­chent­liche Ru­he­zei­ten ein­legt, von de­nen min­des­tens zwei re­gel­mä­ßi­ge wö­chent­lich­e Ruhe­zei­ten sein müs­sen.

Ein Fah­rer gilt als im grenz­über­schrei­ten­den Ver­kehr tä­tig, wenn der Fah­rer die zwei auf­ein­an­der­fol­gen­den re­du­zier­ten wö­chent­lich­en Ru­he­zei­ten au­ßer­halb des Mit­glied­staats der Nie­der­las­sung des Ar­beit­ge­bers und des Lan­des des Wohn­sit­zes des Fah­rers beginnt.

Jede Re­du­zie­rung der wö­chent­lich­en Ru­he­zeit ist durch eine gleich­wer­ti­ge Ru­he­pau­se aus­zu­gleich­en, die oh­ne Un­ter­brech­ung vor dem En­de der drit­ten Woche nach der be­tref­fen­den Woche zu neh­men ist.

Wurden zwei re­du­zier­te wö­chent­lich­e Ru­he­zei­ten nach­ein­an­der ein­ge­legt, ist die nächs­te Ru­he­zeit – als Aus­gleich für diese zwei re­du­zier­ten wö­chent­lich­en Ru­he­zei­ten – vor der da­rauf­fol­gen­den wö­chent­lich­en Ruhe­zeit ein­zu­le­gen.

Die re­gel­mä­ßi­gen wö­chent­lich­en Ru­he­zei­ten und je­de wö­chent­lich­e Ru­he­zeit von mehr als 45 Stun­den, die als Aus­gleich für die vor­he­ri­ge ver­kürz­te wö­chent­lich­e Ru­he­zeit ein­ge­legt wird, dür­fen nicht in ei­nem Fahr­zeug ver­bracht wer­den. Sie sind in ei­ner ge­eig­ne­ten ge­schlech­ter­ge­rech­ten Un­ter­kunft mit an­ge­mes­se­nen Schlaf­ge­le­gen­hei­ten und sa­ni­tä­ren Ein­rich­tun­gen zu ver­brin­gen.

Alle Kos­ten für die Un­ter­brin­gung au­ßer­halb des Fahr­zeugs wer­den vom Ar­beit­ge­ber ge­tra­gen.

Ver­kehrs­un­ter­neh­men pla­nen die Ar­beit der Fah­rer so, dass je­der Fah­rer in der La­ge ist, in­ner­halb je­des Zeit­raums von vier auf­ein­an­der­fol­gen­den Woch­en zu der im Mit­glied­staat der Nie­der­las­sung des Ar­beit­ge­bers ge­le­ge­nen Be­triebs­stät­te des Ar­beit­ge­bers, der der Fah­rer nor­ma­ler­wei­se zu­ge­ord­net ist und an der er sei­ne wö­chent­lich­e Ru­he­zeit be­ginnt, oder zu sei­nem Wohn­sitz zu­rück­zu­keh­ren, um dort min­des­tens eine re­gel­mä­ßi­ge wö­chent­lich­e Ru­he­zeit oder eine wö­chent­lich­e Ru­he­zeit von mehr als 45 Stun­den als Aus­gleich für eine re­du­zier­te wö­chent­liche Ru­he­zeit zu ver­brin­gen.

Hat der Fah­rer je­doch zwei auf­ein­an­der­fol­gen­de re­du­zier­te wö­chent­lich­e Ru­he­zei­ten ein­ge­legt, muss das Ver­kehrs­un­ter­neh­men die Ar­beit des Fah­rers so pla­nen, dass die­ser in der La­ge ist, be­reits vor Be­ginn der re­gel­mä­ßi­gen wö­chent­lich­en Ru­he­zeit von mehr als 45 Stun­den, die als Aus­gleich ein­ge­legt wird, zu­rück­zu­keh­ren.

Das Un­ter­neh­men do­ku­men­tiert, wie es diese Ver­pflich­tung er­füllt, und es be­wahrt die be­tref­fen­den Un­ter­la­gen in sei­nen Ge­schäfts­räu­men auf, damit sie auf Ver­lan­gen der Kon­troll­be­hör­den vor­ge­legt wer­den kön­nen.


Ausnahmen KOM

  • Grenz­über­schrei­ten­der Ge­le­gen­heits­ver­kehr (Reise­ver­kehr)

  • Li­nien­ver­kehr (Li­nien­länge bis zu 50 Ki­lo­me­tern)

Sonder­re­ge­lung für den grenz­über­schrei­ten­den Ge­le­gen­heits­ver­kehr

Ein Fahrer, der für einen ein­zel­nen Ge­le­gen­heits­dienst im grenz­über­schrei­ten­den Per­so­nen­ver­kehr im Sin­ne der VO 1073/2009 ein­ge­setzt wird, darf die wöchent­liche Ruhe­zeit auf bis zu 12 auf­ein­an­der fol­gen­de 24-Stunden-Zeiträume nach ei­ner vor­her­geh­en­den re­gel­mä­ßi­gen wö­chent­lich­en Ruhe­zeit un­ter fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen ver­schie­ben:

  • Es handelt sich um ei­nen ein­zel­nen Ge­le­gen­heits­dienst (Rei­se der­sel­ben Per­so­nen­grup­pe)

  • Der Dienst (Rei­se) ent­hält ei­nen Aus­lands­auf­ent­halt von min­des­tens 24 auf­ein­an­der­fol­gen­de Stun­den

  • Das ein­ge­setz­te Fahr­zeug ver­fügt über ein Kon­troll­ge­rät

  • In der Zeit von 22.00 – 06.00 Uhr ist das Fahr­zeug mit min­des­tens zwei Fah­rern be­setzt oder die Fahrt­un­ter­brech­ung muss nach 3 Stun­den Lenk­zeit er­fol­gen

Bedingung vor der Fahrt?

  • Regel­mä­ßi­ge wöchent­lich­e Ruhe­zeit (45 zu­sam­men­hän­gen­de Stun­den)

Bedingung nach der Fahrt?

  • entweder zwei regel­mä­ßi­ge wöchent­lich­e Ruhe­zei­ten, oder

  • eine regel­mä­ßi­ge wöchent­li­che Ruhe­zeit und eine re­du­zier­te wöchent­lich­e Ruhe­zeit von min­des­tens 24 Stun­den

  • Da­bei wird je­doch die Re­du­zie­rung durch ei­ne gleich­wer­ti­ge Ruhe­pau­se aus­ge­glich­en, die ohne Unter­brech­ung vor dem Ende der drit­ten Woche nach dem En­de des Aus­nahme­zeit­raums ge­nom­men wer­den muss.

Sonder­re­ge­lung für den Li­nien­ver­kehr gemäß FPerV

Fahrer von Fahr­zeu­gen, die zur Per­so­nen­be­för­de­rung die­nen, nach ih­rer Bau­art und Aus­stat­tung ge­eig­net und dazu be­stimmt sind, mehr als neun Per­so­nen ein­schließ­lich Fah­rer zu be­för­dern, und im Li­nien­ver­kehr mit einer Li­nien­län­ge bis zu 50 Kilo­me­tern ein­ge­setzt sind, sind nicht zur Ein­le­gung ei­ner wö­chent­lich­en Ruhe­zeit nach höchs­tens sechs 24-Stunden-Zeiträumen ver­pflich­tet. Sie kön­nen die wö­chent­lich ein­zu­hal­ten­den Ru­he­zei­ten auf ei­nen Zwei­wochen­zeit­raum ver­tei­len.

Fähr- und Eisenbahnverkehr


Die regelmäßige tägliche Ruhe­zeit oder die re­du­zier­te wö­chent­li­che Ruhe­zeit.


Bedingung?

  • Nicht mehr als zwei Un­ter­brech­un­gen durch an­de­re Tä­tig­kei­ten

  • Zeitfenster der Unterbrechungen maximal 1 Stunde

  • Schlafkabine, -koje oder Liegeplatz


Die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit. (Gültig seit dem 20.08.2020)


Bedingung?

  • Nicht mehr als zwei Un­ter­brech­un­gen durch an­de­re Tä­tig­kei­ten

  • Zeitfenster der Unterbrechungen maximal 1 Stunde

  • Schlafkabine

  • Reisedauer muss 8 Stunden oder mehr be­tra­gen

Artikel 12 · Notstandsklausel


So­fern die Sich­er­heit im Straßen­ver­kehr nicht ge­fähr­det wird, kann der Fah­rer von den Ar­ti­keln 6 bis 9 ab­weich­en, um ei­nen ge­eig­net­en Hal­te­platz zu er­reich­en, so­weit dies er­for­der­lich ist, um die Sich­er­heit von Per­so­nen, des Fahr­zeugs oder sei­ner La­dung zu ge­währ­leis­ten.


Artikel 6 bis 9

  • Lenkzeiten

  • Fahrtunterbrechungen

  • Tägliche und wöchentliche Ruhe­zei­ten

  • Fahrzeugbegleitung (Fähre, Schiff)

Der Fah­rer hat Art und Grund die­ser Ab­weich­ung spä­tes­tens bei Er­reich­en des ge­eig­ne­ten Halte­plat­zes hand­schrift­lich auf dem Schau­blatt des Kon­troll­ge­rä­tes oder ei­nem Aus­druck aus dem Kon­troll­ge­rät oder im Arbeits­zeit­plan zu ver­mer­ken.

1. Unterabsatz (Gültig seit dem 20.08.2020)
Sofern die Sicher­heit im Straßen­ver­kehr nicht ge­fähr­det wird, kann der Fah­rer un­ter außer­ge­wöhn­lich­en Um­stän­den auch von Ar­ti­kel 6 [. . . ] ab­weich­en, in­dem er die täg­lich­e und die wö­chent­liche Lenk­zeit um bis zu ei­ner Stun­de über­schrei­tet, um die Betriebs­stät­te des Arbeit­ge­bers oder den Wohn­sitz des Fah­rers zu er­reich­en, um eine wö­chent­lich­e Ruhe­zeit ein­zu­le­gen.

2. Unterabsatz (Gültig seit dem 20.08.2020)
Unter den glei­chen Be­din­gun­gen kann der Fah­rer die täg­lich­e und die wö­chent­liche Lenk­zeit um bis zu zwei Stun­den über­schrei­ten, so­fern ei­ne un­un­ter­broch­ene Fahrt­unter­brech­ung von 30 Mi­nu­ten ein­ge­legt wur­de, die der zu­sätz­lich­en Lenk­zeit zur Er­reich­ung der Be­triebs­stät­te des Arbeit­ge­bers oder den Wohn­sitz des Fah­rers, um dort eine regel­mä­ßi­ge wö­chent­lich­e Ruhe­zeit ein­zu­le­gen, un­mit­tel­bar vor­aus­geht.

Hinweis (Gültig seit dem 20.08.2020)
Der Fah­rer hat Art und Grund die­ser Ab­weich­ung spä­tes­tens bei Er­reich­en des Be­stim­mungs­ort­es oder des ge­eig­ne­ten Halte­plat­zes hand­schrift­lich auf dem Schau­blatt des Kon­troll­ge­räts, ei­nem Aus­druck aus dem Kon­troll­ge­rät oder im Arbeits­zeit­plan zu ver­mer­ken.

Ausgleich (Gültig seit dem 20.08.2020)
Jede Lenk­zeit­ver­län­ge­rung wird durch ei­ne gleich­wer­ti­ge Ruhe­pause aus­ge­glich­en, die zu­sam­men mit ei­ner be­lie­bi­gen Ruhe­zeit ohne Un­ter­brech­ung bis zum En­de der drit­ten Woche nach der be­tref­fen­den Woche ge­nom­men wer­den muss.